Die Gesundheit

Zur Einreise nach Madagascar sind keine Impfungen vorgeschrieben, es sei denn Sie reisen aus Infektionsgebieten in Afrika ein, wo es Gelbfieber gibt.
 
Die Krankheiten, mit denen Sie am ehesten rechnen müssen, sind Erkältungen und Durchfall. Packen Sie sich in diesem Zusammenhang die Medikamente ein, die Sie zu Hause auch nehmen würden.
 
Im Falle von Diphterie, Polio und Tetanus empfiehlt sich die Auffrischung der jeweiligen Impfung, sofern notwendig
 
Als Schutz gegen Hepatitis A + B wurde mir 3 mal ein Kombipräparat Twinrix injiziert.
 
Auf Madagascar treten immer wieder Cholerafälle auf, so wie 1999. Eine Choleraimpfung ist umstritten und wird allgemein wegen eines niedrigen Wirkungsgrades nicht empfohlen. Den besten Schutz gegen die Krankheit stellen sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungshygiene dar. Wasserentkeimungstabletten (MicroPur) sind eine gute Idee. Alternativ kann man überall Mineralwasser (0.65 Euro/1.5 l) kaufen.
 
Gegen Malaria empfiehlt das in Tana ansässige Institut Pasteur die Einnahme von Chinin bzw. Chloriquin-Präparaten. Nicht empfohlen wird die Einnahme des teueren Lariams, das zahlreiche Nebenwirkungen haben kann. Nach Auskunft lokaler Fachleute sind die madagassischen Mücken noch nicht gegen Chininpräparate resistent. Die Einnahme von Lariam bewirkt, dass die Insekten in Zukunft auch dagegen resistent werden und dass damit das Medikament, das in einem schweren Fall heute noch hilft, wirkungslos wird. Außerdem empfielt es sich wegen seiner häufig auftretenden Nebenwirkungen nicht für Motorradfahrer.
 
In stehenden Gewässern können die Erreger der Bilharziose lauern, vermeiden Sie daher, sich dort länger als 5 Minuten aufzuhalten.
 
In 2005-2006 ist das Chikungunya-Fieber aufgrund einer großer Anzahl Betroffener auf der zu Frankreich gehörenden, 800 km von Madagascar entfernten Insel La Réunion in die einschlägigen Schlagzeilen geraten. Im Januar 2006 waren auf Madagascar noch keine bestätigten Fälle bekannt. Es handelt sich um eine von tagaktiven Mosquitos übertragene Virusinfektion, die nach einer kurzen Inkubationszeit hohes Fieber und Schmerzen in den Gelenken auslöst. In den meisten Fällen klingt die Krankheit nach 1-2 Wochen ab. Da es ein spezielles Medikament gegen den Virus nicht gibt, werden lediglich die Symptome behandelt. Zu nachgewiesenen Todesfällen ist es auch auf der besonders betroffenen Insel La Réunion bisher noch nicht gekommen. Als Schutz vor dieser Krankheit empfiehlt es sich, insbesondere auch tagsüber konsequent Mückenabwehr (Repellent, lange Hose/Ärmel, etc.) zu betreiben. Weiterführende Infos z.B. auf NetDoktor, Fit For Travel, Medizin.de. Wer noch weitergehen will, kann auch seine Streckenplanung auf den meist trockenen Westen und Südwesten konzentrieren.
 
Lepra und Pest stellen für Touristen keine Gefahr dar.