Mit dem Motorrad: Tana - Tuléar direkt

Im Canyon de Makis

Sehr abwechslungsreiche Strecke durch's Merinahochland, das Land der Betsileo, weiter in den trockenen Süden, durchs Land der Bara, das Sandsteingebirge Isalo, die Trockenwälder von Zombitse, dann bis zur Endstation Tuléar.

10 Tage 1431 km, davon 248 km Piste, durchschnittliche Fahrstrecke pro Tag 143 km.

 

Tag Strecke km total km Piste zu Fuß
1. Tana > Ambatolampy > Antsirabe 180    
  Nachdem wir uns durch den dichten Stadtverkehr Tana´s durchgeschlängelt haben, wird das Fahren zum Vergnügen, während eine Kurve auf die anderen folgt, was sich für hunderte von Kilometer nicht ändern wird. Heute besuchen wir: Insektenmuseum mit mehr als 5000 Ausstellungsstücken, lokale Kochtopfherstellung, beides in Ambatolampy, wo wir auch Mittagessen werden. Bei zeitiger Ankunft in Antsirabe haben wir Gelegenheit für einen Besuch in einer Edelsteinschleiferei. Zum Abendessen gehen wir aus und nutzen die Gelegenheit für eine Fahrt in einem der berühmten Pousse-Pousse, die es hier in Antsirabe häufiger als sonst auf Madagascar gibt.
2. Antsirabe > Lac Trivitra > Antsirabe > Ambositra 130 30 1 km
  Morgens machen wir einen Ausflug auf einer schmalen Piste zum See Tritriva, ca 20 km von Antsirabe entfernt. Obwohl der Weg ansteigt, ist das Fahren darauf nicht weiter schwierig, sondern macht im Gegenteil ordentlich Spaß. Nach einem letzten Steilstück oben angekommen, parken wir die Bikes und wandern um den See herum, während uns unserer lokaler Führer von dessen Sagen berichtet. Auf dem Weg zurück nach Antsirabe kommen wir am See Andraikiba vorbei, geeignet als Erholungs- und Freizeitgebiet.
Nach einem späten Mittagessen in Antsirabe haben wir auf den kommenden 90 km viele Kurven und viel Fahrspaß. In Ambositra finden wir noch Zeit, um die Arbeiten örtlicher Holzschnitzer und Mobelproduzenten zu besichtigen. Wir übernachten ihm über 100 Jahre alten Grand Hotel, das ca 2015 renoviert worden ist.
3. Ambositra > Ranomafana 210 25  
  Wir kommen an den Resten von Primärwäldern vorbei und sehen, wie die Menschen vom Wald gelebt haben (und es noch immer tun). In Ambohimahasoa gibt es madagassisches Mittagessen, bevor es dann weitergeht durch eine großartige Reisterassenlandschaft, die uns glauben läßt, Asien näher zu sein als Afrika. Später am Tage nehmen wir die Abzweigung nach links Richtung Ostküste. Dier Straße ist schlecht, so daß es Spaß macht, sie zu befahren, aber es kostet Zeit. Wir lassen zwei Dörfer hinter uns und kommen langsam in den Naturpark hinein. Nach der Überquerung einer Brücke begleitet uns der Fluß Namorona zur rechten, die Straße ist jetzt wieder besser, und wir beobachten wie der Fluß zu einem Wasserfall wird und schnell an Höhe verliert. Am gegenüberliegenden Ufer können wir bereits Primärwald sehen.
In Ranomafana haben wir Zeit für einen Rundgang durch´s Dorf, für ein heißes Bad in der Thermalquelle, oder, als Vorbereitung für unseren kommenden Besuch im Nationalpark, besuchen wir das Centre d´Environement.
4. Parc National de Ranomafana 12   5 Std.
  Wir unternehmen eine Fußwanderung durch den Nationalpark, beobachten Tiere (Lemuren, Chamäleons) sowie Pflanzen, gleichermaßen einzigartig. 12 Arten von Lemuren leben hier und der Goldene Bambuslemur wurde hier erst in 1986 wiederentdeckt. Betreffs der Flora sehen wir Orchideen, Baumfarne, Palmen, Moose und zahlreiche Blütenpflanzen als auch riesige Bambusgruppen (von denen sich drei Arten Lemuren ernähren). Am späten Nachmittag besteht die Möglichkeit für eine Nachttour in den Park.
5. Ranomafana > Fianarantsoa 85 25  
  Weiter nach Fianarantsoa. Wir kommen zeitig genug für ein Mittagessen dort an und haben Zeit, diese zweitgrößte Stadt Madagascars am Nachmittag zu erkunden. Empfohlene Besuche: Die Oberstadt mit historischen Plätzen und einem tollen Blick auf die Stadt.
6. Fianarantsoa > Ambalavao > Camp Catta 137 50  
  Wir verlassen Fianaratsoa, sind auch schon bald wieder überland unterwegs bis wir an einer Weinkellerei halten, die madagassischen Wein produziert, den es nur in dieser Gegend gibt. Vielleicht sehen wir, wie die Flaschen mit der Hand gespült und etikettiert werden, aber sicherlich bekommen wir Wein zum Probieren angeboten. Sicherer statt dessen ist es aber, ein paar Flaschen für unser Abendessen mitzunehmen. In Ambalavao besichtigten wir die Papierfabrik, in der nach der alten Tradition der Antaimoro handgemachtes Papier hergestellt wird. Produkte aus diesem Papier, gut geeignet als Geschenke, gibt es zu kaufen. Hier essen wir auch zu Mittag. Ein paar Kilometer weiter werden in einer Seidenspinnerei seidene Tücher hergestellt, in die in Madagascar traditionell die Toten gehüllt werden.
Von hier aus führt eine Piste ins Tsara Camp im Andringitra National Park, ideal zum Wandern. Einfacher gehalten, kann man dort auch im Trano Gasy übernachten.
7. Camp Catta > Ihosy 163 50  
  Heute morgen bleiben wir in unserer Unterkunft. Nach einem zeitigen Mittagessen starten wir zu unserer nächsten Destination. Während wir die verbleibenden Kilometer bis Ihosy fahren, wird es immer heißer.
8. Ihosy > Ranohira 90 40  
  Heute vormittag durchqueren wir auf einer 40 km langen Piste die Hochebene von Horombe. Wir hoffen, daß es nicht regnen wird, denn Wasser macht aus Laterit Seife und uns würde die Reibung fehlen, die Reifen auf dem Boden zu halten. Mittags kommen wir rechtzeitig zum Mittagessen nach Ranohira und haben am Nachmittag Zeit für einige Ausflüge in die Umgebung, wie Illakaka, Madagascar´s Wilder Westen, derzeit einer der ergiebigsten Fundorte für Saphire. Den Sonnenuntergang genießen wir bei La Fenêtre.
Kurz hinter Ranohira führt Martina Breitling die Isalo Ranch, eine komfortable Bungalowanlage im traditionellen Stil, sogar mit Schwimmbad. Die gesamte Anlage wird durch Solarstrom versorgt.
9. Canyon de Makis > Piscine naturelle 30 27 4 Std.
  Für den heutigen Besuch des Canyon de Makis können wir die Motorräder gut gebrauchen, vorausgesetzt, es findet sich noch ein Plätzchen für den Führer. Gerade außerhalb von Ranohira nehmen wir eine Piste, die uns nach ca. 15 km zu einem Parkplatz bringt. Von hier aus beginnen wir unsere Fußwanderung in die Schlucht, auf der wir, nach der bisherigen trockenen Buschlandschaft, von saftigem Grün und Lemuren, in freier Wildbahn lebend, überrascht werden. Nach dem Mittagessen im Ort unternehmen wir eine weiteren Ausflug zu Fuß zum Piscine naturelle, das uns, nachdem wir lange der Sonne ausgesetzt waren, zu einem erfrischende Bad einläd.
10. Ranohira > Zombitse > Tuléar 290   2 Std.
  Die Fahrt von Ranohira ist, trotz der Entfernung, eine Sache eines halben Tages. Daher haben wir noch Zeit und nehmen die Gelegenheit wahr, den neuen Nationalpark Zombitse zu besuchen, dessen Trockenwälder wir auf der Suche nach Lemuren durchstreifen. Am Nachmittag, nach weiteren Kilometern durch Buschlandschaft mit gelegentlichen Baobabs, sehen wir schließlich am Horizont das Meer und uns alsbald mit dem Stadtverkehr von Tuléar konfrontiert.